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Sektorspezifische Risikoanalyse 2026 zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung Die Sektorspezifische Risikoanalyse 2026 zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung untersucht erstmals auf einer breiten Datenbasis, wie juristische Personen, Personengesellschaften und Rechtsgestaltungen zur Verschleierung wirtschaftlich Berechtigter und zur Durchführung von Geldwäsche missbraucht werden können. Die am 20. Juli 2026 veröffentlichte Analyse wurde unter gemeinsamer Federführung des Bundesministeriums der Finanzen und des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz erstellt. Sie ist Bestandteil der aktualisierten Nationalen Risikoanalyse Deutschlands und basiert auf dem inhaltlichen Stand Juni 2026. Im Mittelpunkt stehen sogenannte Legal Persons and Legal Arrangements. Hierzu zählen deutsche und ausländische Kapitalgesellschaften, Personengesellschaften, Vereine, Stiftungen, Genossenschaften, Trusts sowie trustähnlicheRead More →

BMF Aktionsplan gegen Steuer- und Finanzkriminalität Das Bundesministerium der Finanzen und das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz haben im Juli 2026 einen gemeinsamen Aktionsplan gegen Steuer- und Finanzkriminalität vorgelegt. Ziel ist es, das Entdeckungsrisiko für Steuerkriminelle deutlich zu erhöhen, die Zusammenarbeit der Ermittlungsbehörden zu verbessern und die staatlichen Möglichkeiten zur Analyse großer Datenmengen auszubauen. Der Aktionsplan umfasst insgesamt 26 Maßnahmen. Zu den zentralen Vorhaben gehören ein neues gemeinsames Ermittlungszentrum beim Zoll, ein behördenübergreifendes Datenanalysezentrum, KI-gestützte Analyseinstrumente, höhere Strafen für organisierte Steuerkriminalität sowie eine stärkere Verzahnung von Steuerfahndung, Zoll, FIU und Geldwäscheermittlung. Was ist der BMF Aktionsplan gegen Steuer- und Finanzkriminalität? Der BMF Aktionsplan gegenRead More →

BaFin Rundschreiben 07/2026 (GW): EU-Hochrisiko-Drittstaaten und FATF-Listen 2026 Mit dem BaFin Rundschreiben 07/2026 (GW) vom 13. Juli 2026 aktualisiert die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ihre Hinweise zu Drittstaaten, deren Systeme zur Bekämpfung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und Proliferationsfinanzierung strategische Mängel aufweisen. Für Geldwäschebeauftragte und andere Verpflichtete nach dem Geldwäschegesetz ist das Rundschreiben besonders relevant, weil es drei unterschiedliche Länderregime zusammenführt: Entscheidend ist dabei: Nicht jede FATF-Listung löst automatisch verstärkte Sorgfaltspflichten nach § 15 GwG aus. Für die gesetzlichen Rechtsfolgen in Deutschland kommt es insbesondere darauf an, ob ein Staat zugleich als Drittstaat mit hohem Risiko nach der Delegierten Verordnung (EU) 2016/1675 eingestuft ist. Was regelt das BaFinRead More →

BaFin AuA-BT KI 6.2.3 Prüfung für Kreditinstitute Die BaFin AuA-BT KI 6.2.3 Prüfung ist eine unabhängige Funktionsprüfung von AML-Transaktionsmonitoring-Systemen in Kreditinstituten. Nach § 25h Abs. 2 KWG sind Banken verpflichtet, geeignete Datenverarbeitungssysteme zur Erkennung verdächtiger Transaktionen zu betreiben. Diese Systeme müssen Transaktionen identifizieren, die beispielsweise Die BaFin konkretisiert diese Anforderungen in den Auslegungs- und Anwendungshinweisen (AuA-BT) für Kreditinstitute. Insbesondere Abschnitt 6.2.3 verlangt, dass Monitoring-Systeme Die BaFin AuA-BT KI 6.2.3 Prüfung stellt sicher, dass Kreditinstitute diese Anforderungen nachvollziehbar erfüllen und sich auf BaFin-Prüfungen sowie Jahresabschlussprüfungen nach PrüfbV vorbereiten können. Gesetzliche Grundlage der AuA-BT KI 6.2.3 Prüfung Die regulatorischen Anforderungen für AML-Monitoring-Systeme ergeben sich aus mehreren NormenRead More →

Inhärente Risiken gemäß Art. 12 Abs. 7 AMLA-VO und Art. 40 Abs. 2 AML-RL Sektoren, Risikokategorien und die 151 Datenpunkte Die EU-Geldwäscheaufsicht befindet sich in einem grundlegenden Wandel. Die aufsichtsrechtliche Bewertung verlagert sich von narrativen, politikorientierten Einschätzungen hin zu einem quantitativen, datengestützten Risikomodell. Im Zentrum dieser Neuausrichtung steht ein verbindlicher Katalog von 151 Datenpunkten zu inhärenten Risiken im Bereich Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung (GW/TF). Diese Datenpunkte sind von den verpflichteten Unternehmen zu erheben und an ihre jeweils zuständige nationale Aufsichtsbehörde (NCA) – etwa die BaFin (Deutschland), die FMA (Österreich) oder die CSSF (Luxemburg) – zu übermitteln. Die gemeldeten Daten bilden die ausschließliche Grundlage für die aufsichtsrechtlicheRead More →

Neue GW/TF Kontrollen gemäß Art. 12 Abs. 7 AMLA-VO und Art. 40 Abs. 2 AML-RL Sektoren, Kategorien und die 70 Datenpunkte Die EU-Geldwäscheaufsicht bewertet künftig nicht nur, welche inhärenten GW/TF-Risiken ein Institut aufweist, sondern auch, wie belastbar und wirksam diese Risiken durch Kontrollen gesteuert werden. Diese zweite Dimension wird durch einen verbindlichen Datensatz von 70 Kontroll-Datenpunkten operationalisiert. Die Kontroll-Datenpunkte sind von den verpflichteten Unternehmen zu erheben und an die zuständige nationale Aufsichtsbehörde (NCA) – etwa BaFin (Deutschland), FMA (Österreich) oder CSSF (Luxemburg) – zu übermitteln. Sie ermöglichen eine standardisierte, vergleichbare und datengestützte Bewertung der GW/TF-Kontrollumgebung. Sektoren Der GW/TF-Melde- und Bewertungsrahmen gilt für die nach AMLA-VORead More →

7. Fachtagung zur Prävention von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung Die 7. Fachtagung zur Prävention von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung bietet eines der wichtigsten Foren für Fach- und Führungskräfte aus Compliance, Geldwäscheprävention, Risikomanagement und Interner Revision. Im Fokus steht die Frage, wie Institute ihre Prozesse, Systeme und Datenhaushalte an die neuen europäischen Anforderungen (AMLR, AMLD6, AMLA, RTS) anpassen und gleichzeitig die operativen Risiken zunehmend komplexerer Geschäftsmodelle wirksam steuern können. Die Tagung bündelt erstmals die vereinte Perspektive von BaFin-Aufsicht, Prüfern, Sonderbeauftragten und Branchenexperten. Die Kernaussage aller Vorträge: Die Zukunft der Geldwäscheprävention ist datengetrieben, europäisch harmonisiert und technisch anspruchsvoll. Typische Problemfelder Die BaFin stellte in ihren Fachvorträgen klar, dass vieleRead More →

Am 20. Mai 2025 hat die Europäische Union ihr 17. Sanktionspaket gegen Russland verabschiedet. Ziel ist es, die russische Kriegsmaschinerie massiv einzuschränken und die Finanzierung des Angriffskriegs gegen die Ukraine weiter zu unterbinden. Die Maßnahmen umfassen wirtschaftliche, sektorale und personenbezogene Sanktionen und markieren die bisher umfassendste Reaktion der EU seit Kriegsbeginn im Jahr 2022. Sanktionen gegen Russlands Schattenflotte und Ölindustrie Ein Schwerpunkt des Pakets liegt auf der sogenannten „Schattenflotte“ Russlands, die unter fragwürdigen Bedingungen russisches Öl exportiert und so internationale Preisobergrenzen zu umgehen versucht. Mit dem neuen Sanktionspaket werden: Zudem wurde mit Surgutneftegas ein russischer Ölkonzern direkt sanktioniert – ein Novum mit Blick auf dieRead More →

Ein Rückblick auf die Entwicklung von 2013 bis 2023 Vor zehn Jahren veröffentlichte Prof. Kai-D. Bussmann eine wegweisende Dunkelfeldstudie zur Geldwäsche im Nicht-Finanzsektor (NFS). Sie kam zu einem alarmierenden Befund: Während im Jahr 2013 gerade einmal 250 Verdachtsmeldungen aus dem Nicht-Finanzsektor bei der FIU eingingen, wurde das tatsächliche jährliche Aufkommen auf 15.000 bis 28.000 Fälle geschätzt. Das damit verbundene Volumen an mutmaßlich gewaschenem Geld lag laut Hochrechnung bei 20 bis 30 Milliarden Euro jährlich – allein im Nicht-Finanzsektor. Heute, ziehen wir Bilanz. Die Zahlen im Überblick: 2013 vs. 2023 Jahr Verdachtsmeldungen gesamt Davon NFS Geschätztes Dunkelfeld (NFS) NFS-Geldwäschevolumen (geschätzt) 2013 20.716 ca. 250 15.000–28.000 20–30Read More →

Verordnungsentwurf zur Bestimmung der erforderlichen Angaben und der Form der Meldung im Sinne des § 45 Absatz 5 Satz 1 des Geldwäschegesetzes Ziel der Verordnung Die Verordnung konkretisiert die Anforderungen an Form und Inhalt von Meldungen nach § 43 und § 44 GwG zur einheitlichen und strukturierten Übermittlung an die FIU. Ziel ist die Steigerung der Datenqualität, Erleichterung der Analysearbeit und die Effizienzsteigerung im FIU-Prozess. Inhalt der Verordnung im Überblick § 1 – Anwendungsbereich Gilt für alle Meldungen nach § 43 Abs. 1 und § 44 GwG – unabhängig von Erst- oder Nachmeldung. § 2 – Grundlagen der Datenübermittlung § 3 – Weitere Angaben (InhaltlicheRead More →